Samstag, den 4.11 2006 Karina Dreyer | www.kieler-nachrichten.de

Die Taxi-Zentrale zieht im Frühjahr an den Kiel Kanal / 420.000 Euro teurer Neubau geplant - KiWi hat den neuen Standort vermittelt

Wik - Zwei Jahre dauerte die Suche nach einem geeigneten Platz, nun hat sie ein Ende: Im Frühjahr nächsten Jahres wird sich die Kieler Funk-Taxi-Zentrale auf einem 1800 Quadratmeter großen Grundstück am Kiel Kanal in der Wik ansiedeln. "Denn in der Hamburger Chaussee platzen wir momentan aus allen Nähten", sagte Geschäftsführer Thomas Krotz beim ersten Spatenstich mit Oberbürgermeisterin Angelika Volquartz erleichtert.
Zweistöckig und t-förmig soll der rund 420000 Euro teure Neubau mit 450 Quadratmeter Nutzfläche werden. "Außen silberfarben mit taxitypischen gelbschwarzen Farbelementen", erklärt Architekt Christof Becker. Das Herzstück ist dann die Vermittlungszentrale für 15 Mitarbeiter in den Bereichen Technik und Telefonanlage, "denn wir haben bis zu 3000 Anrufe täglich", meint Krotz. Ein Glasgang verbindet die Zentrale mit dem Verwaltungsgebäude, in dem fünf Mitarbeiter Richtung Norden aus dem Fenster schauen können. Ebenso sind ein Lager, Schulungsraum, Archiv, eine Teeküche sowie ein rollstuhlgerechter Zugang geplant. Zum umweltfreundlichen Konzept gehört die Regenwassernutzung aus einer eigenen, kleinen Zisterne. / Gesucht und gefunden hat die Kieler Wirtschaftsförderungs- und Strukturentwicklungs GmbH (KiWi) den neuen Standort, der den Stadtwerken gehörte und für 45 Euro netto pro Quadratmeter an die größte Taxi-


Zentrale Schleswig-Holsteins verkauft wurde. Rund 500 Personen und 150 Taxen, die von 80 Unternehmern betrieben werden, sind täglich rund um die Uhr für die Zentrale im Einsatz, darunter Krankenfahrten, Kurierdienste, Stadtrundfahrten, Airportservice, Schülerbeförderung und vieles mehr. "Der Standort in der Wik hat seit dem Wiker Knoten viele Vorteile: die Verkehrsanbindung ist einfach ideal, auch für Mitarbeiter, die mit dem Bus kommen", meinte Krotz. Nebenan stehen zudem rund 2000 Quadratmeter für eine mögliche Erweiterung zur Verfügung. Auch sonst sind im Gebiet am Kiel Kanal "noch Restflächen zwischen anderthalb bis 3000 Quadratmeter für andere Gewerbe zu haben", fügte Hans Bolde von der KiWi hinzu. / Auch Oberbürgermeisterin Angelika Volquartz griff beherzt zum Spaten: "Das signalisiert wirtschaftliches Wachstum, also ein wahrer Schatz und ein gutes Beispiel dafür, wie wichtig die KiWi für die Förderung der Kieler

Wirtschaft ist," sagte sie. Die "68er", wie die Taxi-Zentrale wegen des Gründungsjahr 1968 und der Telefonnummer 680101 im Volksmund genannt wird, zieht im nächsten Frühjahr um. / Weitere Infos gibt es unter www.taxikiel.de.
Kieler Nachrichten, Karina Dreyer, Samstag, den 4.11 2006


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